Aktuelles aus Presse und Internet
In diesem Bereich finden Sie auktuelle Berichte aus der Presse und dem Internet. Bitte beachten Sie, dass die Sächsische Krebsgesellschaft e. V. nicht für diese Inhalte verantwortlich ist und nur auf sie verweist.
Die „innere Strahlentherapie“ bei Brustkrebs: Eine Alternative bei Niedrigrisikopatientinnen
Eine innere Strahlentherapie (Brachytherapie) kann Vorteile gegenüber einer äußeren (perkutanen) Bestrahlung bieten: Die Therapiedauer ist kürzer, auch ist die Technik gewebe- und hautschonender. Bisher kam die Brachytherapie bei Patientinnen mit hohem Rückfallrisiko zusätzlich zur herkömmlichen Strahlentherapie oder bei Patientinnen mit Rückfällen zum Einsatz. Neuerdings wird sie auch alternativ zur perkutanen Strahlentherapie bei Patientinnen mit Niedrigrisikopatientinnen durchgeführt. „Für die Patientinnen liegen die Vorteile klar auf der Hand: Kürzere Behandlungszeit und bessere Schonung von Haut und umliegenden Gewebe“, so Univ.-Prof. Dr. Stephanie E. Combs, Pressesprecherin der DEGRO.
Sport erhöht die Lebensqualität bei Brustkrebs – deutliche Effekte schon unter der Behandlung!
Die Therapie einer Brustkrebserkrankung führt während der Behandlungsphase, aber auch nicht selten noch danach zu einer reduzierten Lebensqualität. Eine moderne Strahlentherapie trägt heute zwar maßgeblich zu einer Heilung bei, verstärkt aber auch häufig die Symptome des typischen onkologischen Fatigue-Syndroms. „Gerade bei Fatigue hilft kein Medikament so gut wie der frühzeitige Beginn sportlicher Aktivität“, so Univ.-Prof. Dr. med. Martin Halle, Zentrum für Prävention und Sportmedizin, Technische Universität München.
Bei Brustkrebs mit geringem Rückfallrisiko reicht die Teilbrustbestrahlung
Die Ganzbrustbestrahlung über mehrere Wochen stellte lange den aktuellen Standard nach brusterhaltenden Operationen dar – ist jedoch bei Patientinnen mit niedrigem Rückfallrisiko nicht immer notwendig. Diese könnten von der Teilbrustbestrahlung (Brachytherapie oder intraoperative Bestrahlung) als gleichwertige Alternativen profitieren. Die Verfahren bieten mehr Behandlungskomfort und Schonung von gesundem Gewebe. „Wir sollten Patientinnen mit niedrigem Rückfallrisiko über die Studienlage informieren und ihnen die Teilbrustbestrahlung als Option anbieten“, erklärt Prof. Dr. med. Wilfried Budach, Düsseldorf, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO).
Fingerspitzengefühl: Wie Blinde bei der Brustkrebsvorsorge helfen
Mit blinden Helferinnen will eine Initiative die Brustkrebsvorsorge besser machen. Eine Studie zeigt: Ihr Einsatz hat sich bewährt – mit Einschränkungen.
Kolonkarzinome: Wer an Darmkrebs stirbt, hat oft das Screening vernachlässigt
Wie wichtig ein regelmäßiges Darmkrebs-Screening ist, wird in einer Untersuchung erneut deutlich. Bei den allermeisten Darmkrebstodesfällen war dies vernachlässigt worden.
Wie Lungenkrebszellen das Immunsystem austricksen
Krebszellen können das menschliche Immunsystem überlisten, indem sie Proteine produzieren, die Immunzellen deaktivieren. Ein solches Protein ist PD-L1. Dessen Einfluss auf die Prognose bei Lungenkrebs hat Dr. Karolina Edlund vom Leibniz-Institut für Arbeitsforschung an der TU Dortmund (IfADo) erforscht. Dabei zeigte sich: Je mehr PD-L1 vorhanden ist, desto kürzer ist die Überlebenszeit von Lungenkrebspatienten, die noch nie geraucht haben. Die Studie ist vor Kurzem in der renommierten Zeitschrift „Journal of Thoracic Oncology“ erschienen.