Aktionen der Sächsischen Krebsgesellschaft 2009
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Zweiter Benefizabend war Erfolg
Der zweite Benefizabend der Sächsischen Krebsgesellschaft fand am 10.12.2010 in Dresden statt.
Frau Prof. Froster, wissenschaftliche Vorsitzende der Sächsischen Krebsgesellschaft eröffnete den Abend und stellte die Ziele und Aufgaben derGesellschaft den Teilnehmer vor. In den Ausführungen wurde deutlich, dass die SKG den Reinerlös des Abends für die satzungsgemäßen Aufgaben der Gesellschaft verwenden wird. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass die Sächsische Krebsgesellschaft auch in der Zukunft auf weitere Standbeine zur finanziellen Absicherung des breiten Spektrums an Aufgaben angewiesen sein wird. Ein herzlicher Dank ging an die Gäste des Abends, die durch ihre Teilnahme ihre Bereitschaft signalisierten, die SKG bei der Umsetzung neuer Wege zu unterstützen.
Nach dem Menü im Restaurant „Alte Meister“ folgte ein Konzert des Reinhold-Quartetts im Wallpavillon des Zwingers. In geschichtsträchtiger Umgebung konnten so die harmonisch perfekt inszenierten Präsentationen zu Arnold Mendelsohn und Felix Mendelsohn Bartholdy genossen werden. Aus den positiven Rückmeldungen der zahlreichen Teilnehmer deutlich, dass auch der zweite Benefizabend gefallen hat.
15. José Carreras Gala
Die Sächsische Krebsgesellschaft e.V. unterstützt in diesem Jahr die „15. José Carreras Gala“. Jedes Jahr im Dezember engagieren sich der Startenor und viele weitere Künstler bei der Spendengala, um Geld für die José Carreras Leukämie-Stiftung zu sammeln. In den letzten 14 Live-Sendungen kamen so rund 80 Millionen Euro zusammen. José Carreras zählt zu den berühmtesten Opernsängern der Welt. Er erkrankte 1987 an Leukämie. Nach seiner Genesung gründete er aus Dankbarkeit seine eigene Stiftung, die seitdem die Leukämieforschung international unterstützt. Seine „José Carreras Gala“ ist die bekannteste Spendengala in der ARD und findet in diesem Jahr am 17.12.2009 um 20.15 Uhr zum 15. Mal statt.
Interview zur Schweinegrippeimpfung
Wissenschaftliches Symposium auf Schloss Machern
Am 14. November 2009 veranstaltete die Sächsische Krebsgesellschaft – bereits zum zweiten Mal - ein wissenschaftliches Symposium im Schloss Machern bei Leipzig.
Das Symposium stand in diesem Jahr unter dem Thema: „Neue Therapieansätze
beim Mammakarzinom“. Der wissenschaftliche Vorstand der Sächsischen Krebsgesellschaft erarbeitete dafür ein hochkarätiges Programm für die Teilnehmer.
Den Vorsitz für die Veranstaltung übernahm Prof. Dr. Köhler, Vorstandsmitglied der Sächsischen Krebsgesellschaft und Chefarzt der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe des Klinikum St. Georg in Leipzig.
Während des Symposiums wurde sich dem Thema aus unter verschiedensten Gesichtspunkten gewidmet: Nach der Eröffnung der Veranstaltung durch die Vorstandsvorsitzende der SKG, Frau Prof. Dr. Froster, fanden insgesamt acht Fachvorträge statt. Diese beschäftigten sich unter anderem mit (adjuvanter, supportiver und palliativer) Therapie des Mammakarzinoms, ließen aber gleich-wohl einen Blick auf Aspekte der Früherkennung (EVA-Projekt, Mammographie-Screening), Gendiagnostik und Medizinische Rehabilitation zu.
Zwischen den Vorträgen und im Anschluss an die Veranstaltung bestand die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Probleme zu diskutieren, welche von den Anwesenden rege genutzt wurde.
Während der Pause und am Ende der Veranstaltung konnte sich an den Ausstellungsständen der Industrie informiert werden. Nach dem offiziellen Programm waren die Anwesenden zu einem kleinen Imbiss eingeladen.
Das diesjährige Symposium in Machern wurde mit 6 Fortbildungspunkten der Sächsischen Landesärztekammer zertifiziert.
Supervision für Beraterinnen und Berater in der psychosozialen Tumorbetreuung
Am 04.11.2009 fand von 10.00 Uhr bis 15.30 Uhr im Mehrzweckraum des Johannisbades in Zwickau der 2. Teil der diesjährigen Supervisionsveranstaltung für Berater und Beraterinnen statt.
Nach einer Begrüßung der 5 Teilnehmer durch eine Mitarbeiterin der Sächsischen Krebsgesellschaft führte Herr Prof. Miesch in bewährter Weise durch den Tag. Nach einer Rückmeldungsrunde über vergangene Problematiken, deren erfolgreiche Bewältigung bzw. Misserfolge hatten die Teilnehmer/innen ausgiebig Gelegenheit zum Erfahrungs- und Informationsaustausch. Es konnten berufliche Belastungssituationen und Konflikte besprochen, Stress abgebaut und Lösungsansätze diskutiert werden.
Als besonders angenehm und bereichernd wurden die „kleine Runde“ und die Zusammensetzung der Teilnehmer aus den verschiedenen Bereichen des Gesundheitswesens erlebt und rückgemeldet.
Aufgrund der positiven Rückmeldungen bietet die Sächsische Krebsgesellschaft auch 2010 wieder 2 Supervisionstermine für „alte“ und auch „neue“ Berater und Beraterinnen in der psychosozialen Tumorbetreuung an. Voraussichtliche Termine sind der 14.04. und 03.11.2010.
Aktionstag für die Mitglieder der Selbsthilfegruppen der Sächsischen Krebsgesellschaft e.V.
Am 07. Oktober 2009 fand wieder der Aktionstag für die Mitglieder der Selbsthilfegruppen der Sächsischen Krebsgesellschaft e.V. im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden statt. Interessierte Bürgerinnen und Bürger waren auch diesmal herzlich willkommen.
Dr. Porzig, Geschäftsführer der Sächsischen Krebsgesellschaft begrüßte die über 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmer und führte durch das vielfältige Programm.
Den Beginn des Programms markierte der Beitrag von Dr. Rüffer von der Deutschen Fatique Gesellschaft e.V. in Köln. In seinem interessanten Vortrag machte er auf das weit verbreitete Problem der Müdigkeit, Fatique, aufmerksam und beantwortete bereits während des Vortrags erste Anfragen der Gäste. Anschließend folgte ein Vortrag zu Angehörigen Krebskranker durch Prof. Dr. Balck, Vorstandsmitglied der Sächsischen Krebsgesellschaft. Den Abschluss des Programms bildete der Vortrag „Krebs und Sexualität“ von Dipl. Psych. Claudia Stuhr.
Die Besucherinnen und Besucher nutzten intensiv die Gelegenheit zu Anfragen im Rahmen der Vorträge, aber auch im Anschluss im Einzelgespräch mit den Referenten. Darüber hinaus konnten weitere Fragen am Info-Stand der Sächsischen Krebsgesellschaft gestellt werden sowie spezielle Broschüren zu den einzelnen Themen mitgenommen werden.
Unter reger Konversation fand diese gelungene Veranstaltung bei einem kleinen Imbiss ihren Abschluss.
Supervision für Selbsthilfegruppen in Bad Elster vom 15.-16.10.2009
Vom 15.-16.10.2009 fand in der Paracelsus-Klinik „Am Schillergarten“ in Bad Elster eine 2-tägige Supervisionsveranstaltung für die Selbsthilfegruppen statt.
Nach einer Begrüßung der 26 Teilnehmer durch den Geschäftsführer der SKG Dr. Porzig und der Verwaltungsdirektorin der Paracelsusklinik Frau Bernhardt ging es mit einem Einstiegsvortrag zur Supervision speziell zum Thema „Warum tun wir uns manchmal missverstehen?“ durch Prof. Dr. Miesch weiter. Er stellte in sehr anschaulicher und lebendiger Weise dar, wie Kommunikation abläuft, warum Missverständnisse auftreten können, welche Folgen daraus entstehen und wie man Missverständnisse vermeiden kann.
DIn anschließender Gruppenarbeit hatten die Teilnehmer Gelegenheit zur Supervision bzw. zu einer angeleiteten Entspannung.
Der erste Tag endete mit einem sehr interessanten Vortrag zur Schmerzwahrnehmung und –bewältigung aus Sicht der Klinikpsychologin Frau Tina Hähle und einer darauf folgenden gemütlichen Gesprächsrunde im Aussichtscafé der Ferienanlage „Sonnenhof“.
Am 2. Tag ging es in bewährter Weise im Wechsel zwischen Supervision, Bewegung zu Musik durch eine Physiotherapeutin und einer Einführung in das Arbeiten mit Therapieknete zur Förderung der Grob- und Feinmotorik durch eine Ergotherapeutin weiter.
Im Anschluss an die Veranstaltung wurde die hohe Professionalität der Dozenten, die familiäre und herzliche Atmosphäre des Hauses, die schmackhafte und reichliche Verpflegung, die Möglichkeiten zum Austausch untereinander bzw. die gesamte gelungene Organisation gelobt. Jeder der Teilnehmer konnte gestärkt, mit neuen Ideen und Ansätzen für die jeweilige ehrenamtliche Arbeit in den Selbsthilfegruppen nach Hause gehen.
Lehrgang "Entspannung" am 08./09.10.2009 in Schmannewitz
Erstmals bot die Sächsische Krebsgesellschaft den Mitgliedern der Selbsthilfegruppen einen Lehrgang an, der sich mit dem Thema Entspannung im weitesten Sinne beschäftigte. 28 Teilnehmer fanden sich am 08.10.2009 voller Erwartungen in der Christiaan-Bernard-Klinik in Schmannewitz zu dieser Veranstaltung ein.
Nach der Begrüßung durch Herrn Dr. Porzig und der Verwaltungsleiterin Frau Schröter erfuhren die TeilnehmerInnen im Auftaktvortrag von Frau Dipl.-Psych. Schildberger etwas zum Thema Psychoonkologie und was diese Fachdisziplin zu einer gelungen Krankheitsverarbeitung beitragen kann. Anschließend fanden praktische Übungen zur Entspannung und zur sportlichen Betätigung statt.
Den Abend gestaltete eine junge „Kräuterhexe“, die sehr informativ und humorvoll von den verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten heimischer Kräuter, Pflanzen und Früchte berichtete und Kostproben aus eigener Herstellung anbot. Im Erfahrungsaustausch in gemütlicher Atmosphäre des Hotels Wiesenhof klang dieser erste Veranstaltungstag entspannt aus,
Am nächsten Tag standen Vorträge zum Thema „Schlaf- und Schlafstörungen“ und „Stressbewältigung“ auf dem Programm. In anschaulicher Weise erläuterte Fr. Dipl.-Psych. Schildberger dabei die psychologischen Zusammenhänge und illustrierte Ihren Vortrag mit vielen konkreten Beispielen. Die Möglichkeit zu Fragen und von eigenen Erfahrungen und Bewältigungsstrategien zu berichten wurde dabei von den TeilnehmerInnen sehr rege genutzt. In der Auswertung des Lehrgangs wurde eine Vertiefung dieser Thematik in einer Folgeveranstaltung gewünscht.
Während der 2-tägigen Veranstaltung wurden die TeilnehmerInnen vom Chefkoch und dem Küchenpersonal der Christiaan-Bernard-Klinik mit vielen „Gaumenfreuden“ verwöhnt.
12. Deutscher Lungentag
Die Lungenfachklinik Coswig lud am 26.09.2009 als einer der bundesweit ca. 200 Veranstalter des 12. Deutschen Lungentages ein. Unter dem Motto „Aktion gesunde Lunge – Wellness für die Lunge“ gab es für Interessierte und Betroffene u.a. die Möglichkeit kostenloser Untersuchungen, wie etwa Lungenfunktionsprüfung, Messung von Sauerstoffsättigung im Blut, Puls, Blutdruck, Blutzucker sowie Blutbilduntersuchungen und Fettstoffwechselparameter. Auch die Ausstellungseröffnung „KUNST zum gesund werden und bleiben, verschiedene Informations- und Beratungsstände sowie Kinderschminken und eine Bastelecke zogen ein breites Publikum an. Reges Interesse zeigte sich am Stand der Sächsischen Krebsgesellschaft. Sie bot Information, Beratung und Info-Material zu Prävention, Therapie- und Nachsorgemöglichkeiten rund um das Thema Rauchen an, ebenso zu Krebserkrankungen im Allgemeinen und speziell zu Krebserkrankungen der Atemwegsorgane.
Zweiter Präventionstag der Sächsischen Krebsgesellschaft in Leipzig
Nach dem erfolgreichen Auftakt der Veranstaltung zum Thema „Impfen“ im Jahr 2008, fand am 23.09.2009 in Leipzig der zweite Präventionstag der Sächsischen Krebsgesellschaft e.V. diesmal zum Thema „Rauchen“ statt.
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist Tabakrauchen für 80-90 % der chronischen Atemwegserkrankungen , für 80-85 % der Lungenkrebserkrankungen sowie für 25-43 % aller koronaren Herzerkrankungen verantwortlich. Aus diesem Grund lud die Sächsische Krebsgesellschaft ein, das Problem mit Experten aus der Medizin, dem Bereich Genetik, aus Sicht einer Krankenkasse und der Gesundheitsförderung und Politik sowie aus Sicht der Psychologie zu erörtern.
Mehr als 100 TeilnehmerInnen waren der Einladung gefolgt, um sich in Einzelvorträgen von Prof. Rolle vom Fachkrankenhaus Coswig, von Frau Prof. Froster vom Institut für Humangenetik der Universität Leipzig, Herrn Sporrer von der AOK PLUS, Frau Strempel von der SLFG und Herrn Prof. Mühlig von der TU Chemnitz zum Thema zu informieren.
Die anschließende, von Andreas Fritzsch vom MDR moderierte Podiumsdiskussion beschäftigte sich mit Ideen zur Verhinderung des Rauchens bei Heranwachsenden und bot den Anwesenden, u.a. Ärzten und Lehrpersonal, die Möglichkeit, sich aktiv in das Thema einzubringen, aber auch, aus Ihrer Arbeit zu Präventivmaßnahmen zu berichten.
Als grundlegende Ergebnisse des Präventionstags sowie der Podiumsdiskussion lassen sich festhalten: die Durchführung weiterer derartiger Veranstaltungen zur Multiplikatoren-Schulung in anderen sächsischen Städten wird als sinnvoll sowohl von Seiten der SKG, als auch unter Beachtung von Feedback der TeilnehmerInnen empfunden. Für um Prävention bemühte Menschen (etwa Lehrer) kommt die Erarbeitung einer Infobox mit Materialien, Präsentationen (Zahlen, Daten, Fakten, Bildern, etc.) und Anlaufstellen in Frage. Zur Bereitstellung dieses Hilfsmittels ist auch die Zielgruppe zu bestimmen. Beim zweiten Präventionstag wurde deutlich: Rauchen stellt ein Problem dar, dem nur schwer zu begegnen ist. Ein Mittel, zum Thema aufzuklären, wäre die Erarbeitung einer Broschüre zum Thema Lungenkrebs, die den präventiven Ansatz in den Vordergrund stellt.
Tagesseminar „Yoga zur Entspannung und Stressbewältigung“
Am 16.09.2009 fand von 9:30-15:00 Uhr das Tagesseminar „Yoga zur Entspannung und Stressbewältigung“ in den Räumlichkeiten der AOK-Hauptgeschäftsstelle in Dresden statt.
Die Seminarleiterin Frau Ilona Strohschein vom E.max. Seminar- und Yoga-Zentrum in Neustadt/ Sachsen stellte den Teilnehmern nach einer kurzen Kennenlernrunde in einem Theorieteil das Hatha-Yoga vor. Hatha bedeutet Kraft, Hartnäckigkeit, Unterdrückung. Hatha-Yoga ist eine Form des Yoga, bei der das Gleichgewicht zwischen Körper und Geist vor allem durch körperliche Übungen, durch Atemübungen und Meditation angestrebt wird. Frau Strohschein betonte besonders die Lebenskraft einer guten Atmung und was Yoga so (ent)spannend macht. In einer anschließenden Yogapraxisstunde mit Entspannungs-, Atem- und Bewegungsübungen konnten die Teilnehmerinnen praktische Erfahrungen sammeln und diese Form des Yoga ausprobieren. Dabei wurde besondere Rücksicht auf die jeweiligen Bedürfnisse/ Einschränkungen der Teilnehmerinnen genommen.
Nach der Mittagspause, in der die Teilnehmerinnen an der Pausenversorgung der AOK teilnehmen konnten, ging das Seminar mit einer Meridian-Klopf-Massage zur Aktivierung und Belebung weiter. Daran schloss sich noch ein weiterer praktischer Übungsteil an, der in einer Abschlussmeditation endete.
Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Veranstaltung sehr gut angenommen wurde und jeder der Teilnehmerinnen ein paar schnelle und unkomplizierte Übungen für den Alltag mitnehmen konnte. Für das nächste Jahr wurde eine Folgeveranstaltung zum Thema Lach-Yoga gewünscht.
Fortbildung für Sozialarbeiter/innen der Kliniksozialdienste und Tumorberatungsstellen vom 10.09.2009 – 12.09.2009 in Bad Elster
Bereits zum 13. Mal lud die Sächsische Krebsgesellschaft e.V. im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales zur Fortbildung für die Mitarbeiter/innen der Tumorberatungsstellen und Kliniksozialdienste ein. Mehr als 90 Teilnehmer und Referenten nahmen vom 10.09.-12.09.2009 an der Veranstaltung in der Paracelsus-Klinik am Schillergarten in Bad Elster teil, die von Frau Bernhardt (Vorstandsmitglied der SKG und Verwaltungsdirektorin der Klinik) und Herr Dr. Porzig eröffnet wurde.
Das Programm gestaltete sich wieder einmal sehr vielfältig. Die medizinischen Vorträge widmeten sich in diesem Jahr zum Einen dem Pankreaskarzinom, aus der Sicht des Internisten (Herr PD Dr. Quietzsch, Chemnitz) und aus der Sicht des Chirurgen (Prof. Dr. Boese-Landgraf, Chemnitz) und zum Anderen der Prävention und Früherkennung von Brustkrebs (Frau Dr. C. Frömter, Leipzig).
Die psychosozialen und sozialrechtlichen Themen widmeten sich diesen Aspekten:
Evaluation der Beratungsarbeit aus Sicht des Sächsischen Staatsministeriums für Soziales (Frau Frenschkowski, Dresden)
Stationäre onkologische Rehabilitation (Dr. C. Junghans, Bad Elster)
Aktuelle Aspekte zum Entlassungsmanagement (Dr. Shafaei, Hamburg)
Onkologische Rehabilitation (Frau Bechmann, Deutsche Rentenversicherung MD)
Belastungen Jugendlicher mit einem an Krebs erkrankten Elternteil (Frau Dipl. Psych. Fleischmann, Dresden)
Zeitmanagement und Selbstfürsorge (Prof. Dr. Wöhrle, Mittweida)
Krebs und Sexualität (Frau Dipl. Psych. Stuhr)
Kulturelle Höhepunkte unterstützten die Teilnehmer dabei die anspruchsvollen Schulungstage in entspannter Atmosphäre absolvieren zu können.
Das anspruchsvolle Programm erhielt nach anonymer Befragung durch die Teilnehmer eine große Wertschätzung. Insgesamt mehr als 87 % der Befragten werteten die Veranstaltung als gut und sehr gut.
Studie zur Situation der Tumorberatungsstellen in Sachsen
Im Rahmen des sächsischen Gesundheitszieles Brustkrebs haben das Sächsische Staatsministerium für Soziales und die Sächsische Krebsgesellschaft die Situation der ambulanten Tumorberatungsstellen in Sachsen im Jahr 2008, vor der Kreisgebietsreform, untersuchen lassen. Die Ergebnisse der Studie werden derzeit mit den Beratern, aber auch mit den Amtsärzten diskutiert.
Sie können die Studie hier herunterladen (933 KB): Download
2. Parkfest der Sächsischen Krebsgesellschaft
Nach einem erfolgreichen Auftakt im Juni 2008, fand dieses Jahr am 25.06. zum zweiten Mal das Parkfest der Sächsischen Krebsgesellschaft statt.
Auch diesmal bot die Krebsgesellschaft, in der idyllischen Umgebung des Schlobigparkes, die Möglichkeit zum Dialog zwischen Vertretern aus der Politik, Gesellschaft, Selbsthilfe, Akut- und Reha-Kliniken, niedergelassenen Ärzten und der Industrie an. Damit, so die Intention des Veranstalters, soll die Basis für regen Erfahrungsaustausch gelegt werden, um in Zukunft in intensiverer und engerer Zusammenarbeit dem Krebs begegnen zu können.
Auch die unangenehmen Wetterverhältnisse des Tages hielten die über 130 Gäste nicht davon ab, am Parkfest teilzunehmen. Sie konnten sich an zahlreichen Ständen mit dem Thema Krebs befassen, sich informieren und miteinander ins Gespräch kommen.
Nach Eröffnung der Veranstaltung durch die Vorstandsvorsitzende der SKG Frau Prof. Froster, begrüßten auch Herr Dr. Reiß (Dezernatsleiter für Gesundheit, Soziales und Verbraucherschutz Landratsamt Zwickau) und Herr Spranger (leitender Geschäftsführer der Regionalkammer Zwickau der Industrie- und Handelskammer) die Gäste des Parkfestes und das Ziel der Veranstaltung und das Engagement der Sächsischen Krebsgesellschaft. Als Vertreter der Selbsthilfebewegung überbrachte Herr Frank Mädler (Päsident der Europäischen Konförderation der Laryngektomierten) seine Grüße.
Der diesjährige kulturelle Höhepunkt des Abends war das Streichquartett Laetitia. Die sozial engagierten Leipziger Musiker spielten kostenfrei, um den gemeinnützigen Zweck der Veranstaltung zu unterstützen.
Über 600 Besucher beim 2. Informationstag Krebs
Am 20. Juni 2009 besuchten über 600 Menschen im Kulturpalast in Dresden den 2. Informationstag Krebs, der unter der wissenschaftlichen Leitung der Sächsischen Krebsgesellschaft e.V. (SKG) stand. Die Betroffenen, ihre Familienangehörigen sowie interessierte gesunde Menschen informierten sich bei Vorträgen, Diskussionen und Expertengesprächen über Vorsorge, Früherkennung, die Behandlung und das Leben mit Krebs. Schwerpunkte waren dabei in diesem Jahr die Krebserkrankungen von Darm, Brust, Prostata und Bauchspeicheldrüse. Daneben gab es eine Vielzahl von Informationsständen von Partnern aus der Region und ein Schaukochen, bei dem sich die Besucher nicht nur inspirieren lassen, sondern selbstverständlich auch kosten konnten. „Die Mitglieder der Sächsischen Krebsgesellschaft kämpfen tagtäglich gemeinsam und mit großem Engagement gegen die Volkskrankheit Krebs. Unser Wissen möchten wir an die Menschen weitergeben, damit auch sie im Kampf gegen Krebs gewappnet sind“, sagte Frau Univ.-Prof. Dr. Ursula G. Froster, Vorsitzende der SKG am Rande des Informationstages. Aus diesem Grunde entstand auch die Idee des Informationstages, der nach der Premiere in Leipzig nun auch in Dresden eine überaus positive Resonanz in der Bevölkerung gefunden hat. Aufgrund des großen Erfolges der Informationstage plant die SKG auch in den kommenden Jahre entsprechende Veranstaltungen im gesamten Freistaat anzubieten
In jedem Jahr erkranken in Sachsen rund 25.000 Menschen neu an Krebs, fast 12.000 verlieren diesen Kampf. Diese erschreckenden Zahlen sind Anlass und Grund genug für die Sächsische Krebsgesellschaft e.V. sich seit vielen Jahren gemeinsam mit verschiedenen Partnern im Kampf gegen diese Krankheit zu engagieren.
Jahreshauptversammlung der Sächsischen Krebsgesellschaft am 20.06.2009
Am 20. Juni 2009 fand die sehr gut besuchte Jahreshauptversammlung der Sächsischen Krebsgesellschaft im Kulturpalast in Dresden statt. Mit der Veranstaltungsleitung und Abstimmungen wurde der Geschäftsführer der SKG, Herrn Dr. Porzig, von der Hauptversammlung beauftragt. Nach dem Bericht des Vorstandes zum Jahr 2008 konnten sich die Anwesenden zum aktuellen Stand des Jahres 2009 sowie über Planungen für das Jahr 2010 informieren. Frau Prof. Dr. Froster, die in Ihrer Eigenschaft als wissenschaftliche Vorsitzende, zur Arbeit des Vorstandes berichtete, informierte auch über Veränderungen im Vorstand. Sie stellte den Anwesenden die neuen Vorstandsmitglieder, Herrn Prof. Balck vom Uniklinikum Dresden, Herrn Rechtsanwalt Martin Modschiedler und Dr. Knupfer von der AOK Plus, vor. Der verwaltungstechnische Vorsitzende Herr Dipl.-Verwaltungswirt Schlautmann, stellte den Haushaltsbericht vor und informierte über geplante Satzungsänderungen.
In der abschließenden Abstimmung wurde der Bericht des Vorstandes, die Entlastung des Vorstandes und der Geschäftsführung 2008, die Änderungen in der Satzung der Sächsischen Krebsgesellschaft und die Genehmigung des Haushaltsvoranschlages 2010 jeweils einstimmig von allen stimmberechtigten angenommen.
Lehrgang Bewegung / Ergotherapie / Entspannung am 11./12.06.2009 in Bad Elster
Auch in diesem Jahr stand den TeilnehmerInnen zum Lehrgang Bewegung/Ergotherapie/Entspannung ein vielseitiges Programmangebot zur Verfügung. Zum Auftakt informierte die Diätassistentin der Paracelsusklinik , Frau Kerstin Melzer, über „Besonderheiten der Ernährung bei Tumorkrankheiten“ und gab den TeilnehmerInnen Raum für Fragen und Diskussionsbeiträge.
In der Kunsttherapie konnten die kreativen, gestalterischen Ideen der TeilnehmerInnen unter Anleitung von Frau Feldrapp einen Ausdruck finden und so mancher Teilnehmer war überrascht, wie viel Talent in ihm schlummerte.
Aber auch körperliche Arbeit war zum Lehrgang angesagt: in Form von stabilisierender Gymnastik und Bewegung nach Musik.
Eine Verbindung zwischen Körperarbeit und Entspannung stellte die Klangschalentherapie dar. Frau Häusler informierte die Anwesenden über die Entstehung und Behandlungsweise dieser komplementären Therapieform und bot Selbsterfahrung für die TeilnehmerInnen im anschließenden Praxisteil an.
Das Angebot zum Erfahrungsaustausch in den Abendstunden wurde von allen TeilnehmerInnen wieder rege genutzt. In gemütlicher Atmosphäre ließ man das Erlebte noch einmal Revue passieren, sprach über Erfahrungen in der Selbsthilfegruppe und verabredete zukünftige Kontakte.
Drittes Plattformtreffen für Akteure in der psychosozialen Tumornachsorge
Am 03.06.2009 fand in Chemnitz das dritte Plattformtreffen für Akteure in der psychosozialen Tumornachsorge statt. Die Veranstaltung der Sächsischen Krebsgesellschaft wurde im Rahmen des Gesundheitszieles “Brustkrebs: Mortalität vermindern, Lebensqualität erhöhen“ in Zusammenarbeit mit dem Sächsischen Staatsministerium für Soziales durchgeführt.
Nach der Eröffnung der Veranstaltung durch die Vorsitzende der Sächsischen Krebsgesellschaft, Frau Univ.-Prof. Dr. Ursula G. Froster. begrüßte Frau Dr. Eberhard vom Sächsischen Staatsministerium für Soziales die Anwesenden. Sie verdeutlichte in ihren Ausführungen den Stellenwert des Plattformtreffens als wichtiges Schlüsselelement bei der Bearbeitung der Gesundheitsziele in Sachsen. In ihrem Vortrag „Der Sächsische Gesundheitszieleprozess als Dach für die Zusammenarbeit“ zeigte Frau Markes vom Deutschen Institut für Gesundheitsforschung die Bedeutung der Gesundheitsziele auf Bundesebene sowie speziell des Gesundheitszieleprozesses in Sachsen auf. Abschließend gab Prof. Dr. Friedrich Balck von der TU Dresden einen umfassenden Überblick zum Stand der Bearbeitung der Gesundheitsziele in Sachsen. Unterstützt wurde er dabei von Frau Dr. Steffi Riedel von der Uni Leipzig. Sie präsentierte die Ergebnisse der Evaluation der Beratungsstellen in Sachsen.
Anschließend konnten die TeilnehmerInnen, ähnlich wie im letzten Jahr, verschiedene Themen in Gruppen bearbeiten. In einer ersten Runde fanden sich sechs Gruppen zu verschiedenen Thematiken zusammen, die gemeinsam bearbeitet wurden. Folgende Arbeitsgruppen bildeten sich:
AG Ehrenamt
AG Kollegiale Beratung
AG Kommunikation
AG Qualitätssicherung
AG Internet
Ferner fand sich der Arbeitskreis „Die Sorge um Sich“ zusammen, der vom Moderator der Veranstaltung, Herrn Matthias Freitag, geleitet wurde und die Themen Imagination, Selbstsorge und Achtsamkeit theoretisch und praktisch bearbeitete.
Die Ergebnisse der Gruppenarbeit wurden direkt per Laptop festgehalten, sodass sie anschließend im Zwischenplenum präsentiert werden konnten.
Nach der Mittagspause wurde die Gruppenarbeit - zurückgegriffen wurde in diesem Jahr auf die Methode des „World Café“ - fortgesetzt. Die Stärke dieser Methode liegt darin, dass die TeilnehmerInnen in einer einem Straßencafé nachempfundenen Situation zusammentreffen. Themen können in einer lockeren Atmosphäre besprochen und spontan auf der Papiertischdecke fixiert werden.
Am Ende der Veranstaltungen standen viele neue Ideen und Perspektiven, die durch die 90 Teilnehmer erarbeitet worden sind und die, zusammen mit neu geknüpften und gefestigten alten Kontakten, für eine positive Motivation für die anstehenden Aufgaben sorgten.
Kleine Kinder und ihr großes Herz
Die Schüler der zweiten Klasse und ihre Lehrerin Frau Lorenz der Grundschule Neumark vollbrachten etwas Großartiges. Zusammen mit den Eltern der Kinder veranstalteten sie einen Flohmarkt und erwirtschafteten damit beachtliche 200,- Euro. Diese sollten jedoch nicht in die eigene Klassenkasse wandern, sondern an eine gemeinnützige Einrichtung gehen.
Die Schüler und Frau Lorenz entschieden sich dafür, das Geld dem Elternverein krebskranker Kinder e.V. in Chemnitz zu spenden. Der Elternverein wurde 1990 von betroffenen Eltern gegründet und umfasst nun mehr als 200 Mitglieder. Die Diagnose Krebs verändert das gesamte Familiensystem und deren Lebensrhythmus. Dem zu begegnen und Betroffenen Unterstützung anzubieten, ist die Aufgabe des Elternvereins.
Am 12.5. machten sich die gesamte Klasse 2, Frau Lorenz und einige Eltern auf den Weg nach Zwickau, um im Schlobigpark (Sitz der Sächsischen Krebsgesellschaft e.V.) Frau Hering, Sozialarbeiterin im Elternverein, die Spende zu überreichen. Frau Hering war sichtlich beeindruckt von der Aktion der Kinder: “Wir sind sehr dankbar für diese große Summe und werden den Schülern auch zeigen, wofür das Geld dann verwendet wurde.“ Im Gegenzug schenkte Frau Hering der Klasse ein Bild, welches von einem Kind aus dem Elternverein für die Klasse 2 der Grundschule als Dankeschön gemalt wurde.
Die Sächsische Krebsgesellschaft vermittelte den Kontakt zwischen der Grundschule und dem Elternverein und bot einen Rahmen zur feierlichen Übergabe des Geldes.
Die Schüler der Klasse dürfen sehr stolz auf ihre Leistung sein, denn in dieser Altersgruppe solch ein soziales Engagement zu zeigen, ist nicht nur beeindruckend, sondern auch beispielhaft. Ein großer Dank gilt allen, die dies möglich gemacht haben.
Fortbildung für Fachpersonal in der onkologischen Praxis am 06. Mai 2009
Am 6. Mai 2009 fand erstmalig unter der Schirmherrschaft der Sächsischen Krebsgesellschaft eine Fortbildung für Fachpersonal in der onkologischen Praxis statt. Als Referent konnte Dr. med. Pönisch praktizierender Arzt für Hämatologie u. internistische Onkologie und FA für Innere Medizin am Universitätsklinikum Leipzig, gewonnen werden. Das Thema der Fortbildung war „Prinzipien der autologen und allogenen Stammzellentransplantation“. Dr. med. Pönisch sprach über die Behandlungsmöglichkeiten bei verschiedenen Tumorerkrankungen, die beiden Methoden der Stammzellgewinnung, erklärte die Vorgehensweise bei allogener und autologer Transplantation, das komplizierte Verfahren der Spendersuche mittels HLA-System (humane Leukozytenantigen-System) und über die Risiken für den Spender und den Patienten bei der Behandlung.
Der Vortragsabend wurde von den Teilnehmern durchweg positiv bewertet. Dr. med. Pönisch habe praxisnah und gut nachvollziehbar über die einzelnen Themengebiete gesprochen, so die Meinung der onkologisch tätigen Krankenschwestern. Offene Fragen konnten beantwortet werden und es fand ein guter Austausch zwischen Referent und Teilnehmern statt.
Wissenschaftliches Symposium Schloss Schweinsburg 25.04.2009
Am 25. April 2009 veranstaltete die Sächsische Krebsgesellschaft erstmalig ein wissenschaftliches Symposium im Schloss Schweinsburg in Neukirchen bei Crimmitschau.
Die Entstehung der alten Sorbenburg Cremascowe wird auf 1000 n. Chr. geschätzt. Auf ihren alten Grundmauern wurde später das Schweinsburger Unterschloss errichtet, welches im 13. Jahrhundert zu einer Wasserburg umgebaut wurde. Im 18. Jahrhundert wurde die nahezu verfallene Burg in ein Barockschloss umgewandelt und erhielt im wesentlichen seine heutige Gestalt. Mit seiner fast 1000 jährigen Baugeschichte und den vielschichtigen baustilistischen Epochen erstrahlt das heutige Schweinsburger Schloss mit viel Charme und einer nahezu einzigartigen Pracht.
Das wissenschaftliche Symposium stand unter dem Thema: „Die Individualisierte Therapie des nicht-kleinzelligen Bronchialkarzinoms (NSCLC)“.
Der wissenschaftliche Vorstand der Sächsischen Krebsgesellschaft erarbeitete ein hochwertiges Programm für die Teilnehmer. Die Eröffnung der Veranstaltung und Begrüßung der Teilnehmer erfolgte durch den stellvertretenden Vorsitzenden der SKG, Herrn Dr. med. Baaske. Die Vorträge der anerkannten Referenten widmeten sich den Bereichen: Klinische Bedeutung histologischer/immunzytologischer Marker, dem Stating der BC mittels EBUS und Endosonographie, der Therapie aus Sicht der Chirurgie, der Chemo- und Strahlentherapie sowie den palliativen Interventionen bei fortgeschrittenen Tumorstadien.
Für Interessierte werden die Vorträge nach Zustimmung der Referenten auf unserer Homepage www.skg-ev.de bereitgestellt.
Im Anschluss an die Vorträge gab es die Möglichkeit Fragen an die Referenten zu richten und sich an einer Diskussion zu beteiligen. Während der Pause und am Ende der Veranstaltung konnten sich die Teilnehmer an den Ausstellungsständen informieren. Nach dem offiziellen Programm waren die Anwesenden zu einem kleinen Imbiss eingeladen.
Die Veranstaltung wurde mit 5 Fortbildungspunkten der Sächsischen Landesärztekammer zertifiziert. Aussteller der Industrie und Apotheken waren mit Infoständen präsent und unterstützten die Durchführung des Symposiums.
Tag der Krebs-Selbsthilfe
Am Dienstag, den 21.04.2009, lud das Universitäts Krebszentrum (UCC) Dresden zum Tag der Krebs-Selbsthilfe ein. Dabei waren die onkologischen Selbsthilfegruppen Sachsens zum Erfahrungsaustausch eingeladen, um die verschiedenen regionalen Angebote bekannt zu machen und miteinander zu vernetzen. Auch die MitarbeiterInnen der Psychosozialen Beratungsstelle der Sächsischen Krebsgesellschaft waren zur Veranstaltung mit Ihrem Beratungs- und Informationsstand vor Ort präsent.
Nach ausführlicher Vorstellung der teilnehmenden Selbsthilfegruppen referierte Prof. Dr. Michael Baumann, Leiter des UCC in Dresden, über die „Krebsversorgung in Deutschland und der Region“. Im anschließenden Vortrag wurde von Frau Dipl.-Psych. Beate Hornemann die Frage gestellt: „Selbsthilfe – eine wichtige Masche im sozialen Netz?“ und mit einem Ja beantwortet. Abschluss der Vortragsreihe bildete die Vorstellung einer Studie: „BelajU – Belastungen Jugendlicher mit einem an Krebs erkrankten Elternteil“ von Frau Dipl.-Psych. Anja Fleischmann.
Der anschließende Imbiss wurde von den TeilnehmerInnen zum Gespräch und Erfahrungsaustausch rege genutzt.
Supervision für Berater und Beraterinnen – Teil 1 am 22.04.2009 im Johannisbad Zwickau
Am 22. April 2009 fand die erste von zwei Supervisionen der SKG im Jahr 2009 für Beraterinnen und Berater statt. Die Teilnehmer kamen aus verschiedenen Kliniken in Sachsen und Thüringen im Johannisbad Zwickau zusammen.
Der unter Prof. Dr. habil. Miesch angeleitete Beratungsprozess verfolgt das Ziel, durch Reflexion die professionellen Fähigkeiten und Fertigkeiten im Umgang mit Patienten, Pflegepersonal sowie mit Kolleginnen und Kollegen zu vervollkommnen.
Im Mittelpunkt standen Hilfen bei der Bewältigung von Belastungssituationen, die sich aus der beruflichen Tätigkeit ergeben. Im Austausch der Erfahrungen untereinander konnten Strategien zum Stressabbau und für Konfliktlösungen entwickelt werden, um Reibungsverluste im Miteinander zu minimieren.
Im Ergebnis dieser Veranstaltung meldeten die Beteiligten einen hohen Nutzen für sich selbst und für Ihre berufliche Praxis zurück.
Die nächste Supervision findet am 14.11.2009 statt.
Tageskurs Tai Chi / Qi Gong am 15.04.2009
Auch in diesem Jahr lud die Sächsische Krebsgesellschaft wieder die Mitglieder der Selbsthilfegruppen zur Tageskurs Tai Chi / Qi Gong ins Klinikum Chemnitz ein.
Unter der Leitung von Frau Elke Grüner erlernten die TeilnehmerInnen eine achtsame Körperwahrnehmung und einige Figuren des Qi Gong - die dann so nachhaltig geübt wurden, dass die KursteilnehmerInnen diese Übungen auch zu Hause und in der Selbsthilfegruppe anwenden können.
In den Entspannungspausen vermittelte Frau Grüner interessantes Hintergrundwissen zur Entstehung und den unterschiedlichen Praktiken des Qi Gong.
Wissenschaftliches Symposium der Sächsischen Krebsgesellschaft
Am 04.04.09 fand das Symposium der Sächsischen Krebsgesellschaft im Wasserschloss Klaffenbach am Rande von Chemnitz statt.
Das Thema des diesjährigen Symposiums der SKG lautete: „Leitlinienadaptierte Therapie und Diagnostik maligner Hauttumoren“.
Das Programm unter dem wissenschaftlichen Vorsitz der Herren Dres. Baaske, Quietzsch und Diener unterstrich erneut den Anspruch, dieses wissenschaftliche Symposium zur regionalen Leitlinienkonferenz in der Onkologie zu entwickeln.
So waren nach der Eröffnung durch den stellversitzenden Vorsitzenden der SKG, Herrn Dr. Baaske, verschiedene Vorträge zum Thema zu verfolgen.
Die Beiträge der anerkannten Referenten widmeten sich den malignen Hauttumoren sowohl aus Sicht des Pathologen als auch des Dermatologen sowie seltenen malignen Tumoren, der Diagnostik und Stadieneinteilung, der Primärtherapie, der Palliativtherapie und dem Wert des Hautkrebs-Screenings aus sächsischer Sicht.
Dies gab Anlass zu intensiven Diskussionen, in denen auch die Praxiserfahrungen der Teilnehmer einflossen und eigene Fallbeispiele dargestellt wurden.
Den Abschluss des Programms, das stets von Fragestellungen durch die Teilnehmer und Diskussion begleitet worden war, bildete ein Imbiss, der den über 90 Teilnehmern die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Kolleginnen und Kollegen ermöglichte.
Die Veranstaltung wurde mit 4 Fortbildungspunkten der Sächsischen Landesärztekammer zertifiziert. Zahlreiche Aussteller der Industrie waren mit Informationsständen präsent und unterstützten die Durchführung des Symposiums.
Einige Vorträge des Symposiums können im Bereich "Literatur" unseres Internetauftritts heruntergeladen werden.
Deutsche Krebsgesellschaft (Pressemitteilung): Informierte Patienten erhalten die neuesten Therapien
Studie belegt: Das Wissen fördert den Einsatz modernster Arzneimittel
Berlin. Amerikanische Wissenschaftler des Dana-Farber-Institutes haben herausgefunden, dass es offenbar einen Zusammenhang zwischen Kenntnisstand der Patienten und der Therapieentscheidung gibt. In einer Vorabveröffentlichung der April-Ausgabe aus dem Fachmagazin „Cancer“ heißt es: „Darmkrebspatienten, die alles über ihre Krankheit wissen wollten, kannten die neuen Wirkstoffe 2,8-mal häufiger als weniger Informierte. Und sie bekamen die neuen Mittel 3,2-mal häufiger als andere.“ Die Studie mit Darmkrebspatienten hat gezeigt, dass es sich lohnt, über seine Erkrankung gut Bescheid zu wissen: Wer die modernsten Therapieansätze aus dem Internet, Fernsehen oder aus Zeitungen kennt, bekommt sie häufiger als Patienten, die sich ganz auf ihren Arzt verlassen.
„Die Studie belegt, was wir schon länger vermuten: informierte Patienten tragen aktiv zur Therapieentscheidung bei und akzeptieren diese dann auch stärker. Dies kann für den Therapieerfolg entscheidend sein, denn es stärkt die Mitarbeit des Patienten (Compliance)“, erklärt Prof. Werner Hohenberger, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft. Der Informationsbedarf von Betroffenen ist in den letzten Jahren enorm gestiegen: Zur Offenen Krebskonferenz kamen zuletzt über 5.000 Besucher nach Düsseldorf und auch die Internetseite www.krebsgesellschaft.de verbucht inzwischen mehr als eine Million Seitenaufrufe im Monat.
Dr. Stacy Grey und ihre Kollegen haben den Zusammenhang zwischen Wissens-stand und Therapie sowohl für Krebspatienten in einem frühen Krankheitsstadium als auch im fortgeschrittenen Stadium nachgewiesen. Die Behandlung mit Antikörpern ist aber nur für Patienten im fortgeschrittenen Stadium zugelassen. Dies finden die Krebsexperten aus Boston beunruhigend. „Wir sollten jetzt genauer herausfinden, inwiefern das Patientenwissen über mögliche Therapien ihrer Krankheit den behandelnden Arzt beeinflusst – ob er zum Beispiel auf Drängen des Patienten bestimmte Therapien verordnet, und inwieweit das über den Behandlungserfolg entscheidet“, schreiben sie im Fachmagazin „Cancer“.
Für die Studie wählten die Krebsforscher nach dem Zufallsprinzip 633 Darmkrebspatienten aus dem Krebsregister des Staates Pennsylvania und setzten deren Behandlung und Informationsstand in Bezug zum Einsatz von zwei neueren Krebsmedikamenten, zwei Antikörpern, die das Krebswachstum hemmen, indem sie den Tumor von seiner Versorgung abschneiden (Antiangiogenese).
„Wir müssen darauf achten, dass die Therapieentscheidung immer eine gemeinsame Entscheidung von Patient und Arzt ist und sich an den aktuellen Leitlinien orientiert, denn die Kenntnis neuer Medikamente ist nicht gleichbedeutend mit dem Wissen um die beste Therapie“, mahnt Hohenberger. Damit alle Betroffenen Wohnort unabhängig die beste Therapie erhalten, hat die Deutsche Krebsgesellschaft die Zertifizierung von Organkrebszentren etabliert. „Hier können Patienten sicher sein, nach aktuell bestem Wissen behandelt zu werden“, so der Erlanger Klinikdirektor weiter.
Vorankündigung: Informationsabend für Lauf Ins Leben in Leipzig
Im Kampf gegen Krebs veranstaltet die Sächsische Krebsgesellschaft mit dem Lauf Ins Leben am 5./6. September 2009 auf der Leipziger Festwiese, eine weitere Benefizveranstaltung. Dieser 24-stündige Spendenmarathon wird durch den Einsatz von Staffelmannschaften aller Lebensbereiche und vor allem durch ein sozial-bürgerliches Engagement freiwilliger Helfer geprägt.
Für Interessierte, die sich über das Projekt informieren möchten oder sich speziell bei der Organisation und Umsetzung einbringen möchten, findet am 12. März 2009 eine Präsentations- und Informationsveranstaltung statt. Ab 18:00 Uhr wird das Projektbüro Lauf Ins Leben im Haus Leben Leipzig, Friesenstraße 8 (Klinikum St. Georg), über das Projekt berichten und die anfallenden Aufgaben und Herausforderungen für Helfer und Unterstützer erläutern.
Informationen können unter Tel. 0431 / 2004916 oder Email: hd@diemedienarbeiter.de erfragt werden.
Darmkrebs-Aktionstag 2009 in Leipzig
Am 26. Februar 2009 fand im Zeitgeschichtlichen Forum der dritte Darmkrebs-Aktionstag statt. Die Veranstaltung wurde von der Sächsischen Krebsgesellschaft in Zusammenarbeit mit Instituten der Universität Leipzig, dem Haus Leben Leipzig, Vertretern des St. Georg-Klinikums, des Park-Krankenhauses, den HELIOS-Kliniken Leipziger Land und Leipziger Gastroenterologen gestaltet.
Nach Eröffnung der Veranstaltung durch Frau Univ.-Prof. Ursula G. Froster, Vorstandsvorsitzende der Sächsischen Krebsgesellschaft, fand eine Podiumsdiskussion zu dem Thema "Möglichkeiten und Grenzen der Prävention und Früherkennung von Darmkrebs / Familiären Darmkrebs" statt.
Nach einer kurzen Pause referierten Fachärzte aus verschiedenen Spezialgebieten zu neuen Möglichkeiten der Behandlung und Therapie von Darmkrebserkrankungen. Die Möglichkeit, eigene Fragen zu stellen, wurde vom zahlreich anwesenden Publikum sehr gut an- und wahrgenommen.
Im Anschluss an eine kurze Pause mit Imbiss widmeten sich Vorträge verschiedenen Fragestellungen, die nach einer Krebserkrankung wichtig sein können. So wurden beispielsweise Strategien zur psychischen Verarbeitung aufgezeigt und Tipps für gesunde Ernährung gegeben.
Moderiert wurde die Veranstaltung in diesem Jahr von Anja Koebel vom Mitteldeutschen Rundfunk.
Vorankündigung: Erste Sächsische Gesundheitszielekonferenz
Die Bilanz des bisherigen Gesundheitszieleprozesses im Freistaat, die Weiterentwicklung des Zieleprozesses als gesundheitspolitisches Schwerpunktthema für die Bereiche Gesundheitsförderung und Prävention sowie die strukturelle Verknüpfung auf den förderalen Ebenen sind Themen der ersten Sächsischen Gesundheitszielekonferenz.
Die Konferenz wird am 14.05.2009 in der Zeit von 9 bis 17.30 Uhr in der Dreikönigskirche Dresden stattfinden.
Sportliche Aktivität bei Brustkrebs - auch während der Strahlen- und Chemotherapie zu empfehlen?
Bewegung, Spiel und Sport haben in den letzten 20 Jahren in der Nachsorge von Brustkrebs einen festen Platz erhalten. Bundesweit gibt es ca. 600 Krebsnachsorge-Sportgruppen, die Frauen mit einer Brustkrebserkrankung die Möglichkeit bieten Sport in einer Gruppe mit ebenfalls Betroffenen zu treiben. Allerdings steht dieses Angebot bislang grundsätzlich nur Frauen nach Abschluss der adjuvanten Strahlen- oder Chemotherapie zur Verfügung und nicht während der Krebstherapie.
Gleichzeitig mehren sich die Erkenntnisse, dass sportliche Aktivität auch während der Krebstherapie positive Effekte haben kann, so zum Beispiel in der Verbesserung der körperlichen Fitness oder der Reduzierung von Fatigue.
Unklar ist bislang:
wie schätzen die behandelnden Ärzte die Potenziale sportlicher Aktivität während der adjuvanten Strahlen- oder Chemotherapie ein?
Motivieren sie Brustkrebspatientinnen bereits in dieser Phase der adjuvanten Therapie zu sportlicher Aktivität oder raten sie ihnen eher zu Schonung, bis die Krebsbehandlung abgeschlossen ist?
Wir - das Deutsche Institut für Gesundheitsforschung in Zusammenarbeit mit der Sächsischen Krebsgesellschaft - haben deshalb einen Fragebogen entwickelt, mit dem wir die Erfahrungen und Einstellungen der behandelnden Ärzte zum Sporttreiben während der adjuvanten Strahlen- oder Chemotherapie kennen lernen möchten. Wenn Sie in Ihrer Praxis Brustkrebspatientinnen behandeln, dann möchten wir Sie dazu einladen, unsere psychoonkologisches Portal (www.brustkrebs-portal-sachsen.de) zu besuchen und dort den Fragebogen zu diesem Thema auszufüllen. Vielen Dank.
Martina Markes, MPH Deutsches Institut für Gesundheitsforschung gGmbH